Blau-Rote Geburtstage

Heute gibt es leider keinen Geburtstag

Sponsoren

Galerie

💙Coswiger Handballerinnen sammeln nächsten Punkt im Abstiegskampf
HC Salzland 06 – SV Blau-Rot Coswig 24:24 (HZ: 14:8)💙

Vergangenen Samstag machten sich die Blau-Roten Handball-Damen auf zum nächsten Auswärtsspiel nach Staßfurt gegen den HC Salzland 06. Es versprach ein spannendes Spiel zu werden, da beiden Mannschaften sich im direkten Abstiegskampf befinden (Salzland 10. Und Coswig 11. Platz) und darum alles in Bewegung setzen würden, um die Punkte zu holen.

Die Nervosität und den Druck, dass definitiv heute etwas Zählbares mitgenommen werden muss, merkte man zu Beginn beiden Mannschaften an: Das erste Tor fiel somit erst in der 4. Spielminute durch Jule Hedenus. Der Angriff lief in den ersten 10 Minuten auf beiden Seiten schleppend. Es waren viele einfache Fehler bei beiden Mannschaften zu verzeichnen und so recht kam im Coswiger Angriff kein Schwung auf. Die Gastgeberinnen fingen sich jedoch und spielten die Coswiger Abwehr prompt mit einfachsten Mitteln auseinander und zogen nun Tor um Tor davon über die Stände 9:3 und 13:5. Resignation machte sich auf den Gesichtern der Coswigerinnen breit und diese Körpersprache wurde leider auch auf den Angriff übertragen. Es sah aus, als wollten die Handballschneggen schon „die Flinte ins Korn“ werfen. Es wurden Abspielfehler und schlechte Abschlüsse wie am Fließband produziert, sodass Salzland regelrecht eingeladen wurde einfache Konter- und Rückraumtore zu erzielen. Katrin Sahl im Coswiger Tor konnte ihrer viel zu leisen und statischen Abwehr nichts entgegensetzen und musste des Öfteren hinter sich greifen. Die Coswiger Bank reagierte mit einigen Personalwechseln und stellte den Angriff vollständig um, sodass ein komplett neues Bild entstehen sollte.

Dies fruchtete in den letzten 10 Minuten des ersten Durchgangs vorerst nur in der Abwehr, denn diese stabilisierte sich etwas und kassierte keine Kontertore mehr. Der Angriff lief jedoch noch nicht ganz rund, auch wenn Maria Lohmann mit zwei Rückraumwürfen das Pausenresultat zum 14:8 markierte.

In der Halbzeitansprache fand das Trainergespann Tubbesing/ Steinert die richtigen Worte und animierte die Mannschaft das zu spielen, was im Training so überzeugend umgesetzt wurde und dies ins Angriffsspiel einfließen zu lassen. Vor allem aber appellierte man an das Kämpferherz, welches nun unbedingt in die Wagschale musste, um hier überhaupt noch etwas möglich zu machen. Nach Wiederanpfiff kämpften sich die Coswigerinnen endlich beeindruckend ins Spiel zurück. Der 6-Tore Halbzeit-Rückstand wurde mit nun druckvollem Angriffsspiel, eingeleitet durch Lisa Heinrich, Tor um Tor aufgeholt. Die Halbzeitansprache fruchtete und die Abwehr wurde lauter und aggressiver, auch wenn das einige Zeitstrafen nach sich zog.

Es schien als seien die Salzländerinnen durch den aktivierten Kampfgeist der Gäste beeindruckt, sodass sie nicht mehr ihr Spiel aufzogen. Die Blau-Roten Mädels ackerten in der Abwehr, was das Zeug hielt und konnten somit nun Sofie im Tor den Rücken stärken. Sie vereitelte nun einige Bälle der Gastgeberinnen und somit holte sich Coswig die Sicherheit für ein schnell angelegtes und druckvoll über die zweite Welle ausgeführtes Angriffsspiel. Ein Ruck ging durch die Coswiger Mannschaft, denn es schien nun doch etwas zu gehen und nach 42 gespielten Minuten Stand der Ausgleich zum 17:17 durch Kessi Müller auf der Anzeigetafel. Die Nerven auf Seiten beider Mannschaften fingen damit etwas an zu flattern und es wurden auf beiden Seiten Strafwürfe nicht in Tore verwandelt und somit das Ergebnis offen gehalten über die Stände 18:18 und 20:20.

In Minute 53 wurde von den beiden Unparteiischen die Rote Karte gegen Jule Hedenus gezückt, aufgrund eines unglücklich aussehenden Kopftreffers gegen eine Salzland-Spielerin. Damit waren die Blau-Roten in dieser heißen Spielphase in Unterzahl und verloren ihre zentrale Abwehrstütze. Salzland konnte daraus noch einmal Profit schlagen und auf 24:21 erhöhen in der 55. Minute. Der Coswiger Bank und den mitgereisten Fans stockte der Atem. Eine erneute Zeitstrafe gegen Coswigs Mareike Aulich hinderte Karo Walther jedoch nicht daran zum 24:22 einzunetzen. Ein Funken Hoffnung keimte wieder auf. In einfacher Unterzahl konnten die Handballschneggen dann zum 24:23 aufschließen und die Spannung in der Luft war fast greifbar.

Die letzte Spielminute brach an und Coswig musste nun in doppelter Unterzahl zu Ende spielen, da Karo und Tina Dittrich sich innerhalb von 15 Sekunden beide eine Zeitstrafe abholten. Salzland konnte sich, nicht zuletzt durch Sofies Paraden in den letzten Spielminuten, nicht weiter absetzen. Die Uhr zeigte noch 30 Sekunden Spielzeit für den letzten Coswiger Angriff an. Lisa Heinrich leitete eine Angriffsaktion ein, die durch ein rüdes Foul gestoppt wurde – noch 7 Sekunden auf der Uhr. Die Coswiger Bank nutzte die angehaltene Zeit dazu, Maria Lohmann nochmals aufs Feld zu bringen, um den Abschluss in Richtung gegnerisches Tor zu suchen – so dachten die Gastgeberinnen. Nach Wiederanpfiff schnappte sich jedoch Mareike den Ball und konnte zwei Sekunden vor Schluss mit einem Wurf knapp über die Abwehr der Salzländerinnen den Ausgleich erzielen. Der Abpfiff ertönte und der Jubel war riesig.

Auch wenn man die erste Halbzeit völlig in den Sand setzte, konnte ein Punkt mitgenommen werden. An die Leistung aus der zweiten Halbzeit muss unbedingt für die letzten Saisonspiele angeknüpft werden. Vielleicht ist der Klassenerhalt doch noch möglich. Das nächste Spiel findet am 16.03.19, 18.00 Uhr im heimischen Stadthallentempel statt. Wir danken euch für eure Unterstützung für vergangenes und auch die kommenden Spiele. 💙

Für 💙Coswig spielten:
Sahl/ Strychowski, Graß, Steinert (1), Heinrich (1), Walther (2), Schiller (3/3), Hedenus (4), Lohmann (2), Aulich (6), Schenke (1), Müller (4), Dittrich
Text: MA